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Über den Dächern von Nizza

Meisterdieb John Robie genießt an der französischen Riviera seinen Ruhestand, als sich eine Diebstahlserie ereignet, die seine „Handschrift“ besitzt. Um sich zu entlasten, beschließt Robie, den Übeltäter zu überführen. Dabei lernt er die reizende Urlauberin Frances kennen, doch beider Romanze endet abrupt, als der Schmuck ihrer Mutter gestohlen wird… Grace Kelly lernte bei den Dreharbeiten ihren späteren Ehemann Fürst Rainier III. von Monaco kennen. Der Oscar 1956 für die „Beste Kamera“ ging an Robert Burks. „Temperament- und geistvolle Kriminalhumoreske mit spitzzüngigen Dialogen und raffiniert verschlungenem Spannungsknoten.“ (Lexikon des Internationalen Films) „Der Film pendelt zwischen parodistischem Gruselkintopp und frischfröhlichem Lustspiel, ohne die Balance zu verlieren.“ (Süddeutsche Zeitung)

Der Flug des Phoenix

Ein defektes Funkgerät und ein Sandsturm zwingen ein Transportflugzeug zu einer Notlandung in der Sahara. Zwei Passagiere sterben, einer wird schwer verletzt, und die Trinkwasservorräte reichen nicht mehr lange. Der sich verantwortlich fühlende Pilot Frank (James Stewart) hofft darauf, gefunden zu werden, der Passagier Captain Harris (Peter Finch) will zu Fuß Hilfe holen. Als weitere Passagiere ihr Leben lassen und sich die Lage zuspitzt, schlägt der deutschstämmige Flugzeugentwickler Heinrich Dorfmann (Hardy Krüger) vor, aus den Trümmern ein neues Flugzeug zu bauen... Hardy Krüger lehnte seine Nominierung für den Golden Globe als "Bester Nebendarsteller in einem Drama" ab. Nominiert für den Oscar 1966 in den Kategorien "Bester Nebendarsteller" (Ian Bannen) und "Bester Schnitt" (Michael Luciano). „Aldrichs Männerfilm, realistisch im Milieu und weithin auch im Psychologischen, bietet ein Stück abenteuerlicher, spannender Kinounterhaltung.“ (Lexikon des internationalen Films)

Ein Herz und eine Krone

(Roman Holiday) Romantische Komödie. Auf Staatsbesuch in Rom hat die junge Prinzessin Anne (Audrey Hepburn) genug vom strengen Protokoll. Sie schleicht sich heimlich davon, um die “Ewige Stadt” und das wahre Leben kennen zu lernen. Nachdem sie völlig erschöpft inmitten antiker Ruinen eingeschlafen ist, findet sie der amerikanische Journalist Joe (Gregory Peck) und nimmt sie mit zu sich nach Hause. Als er ihr am nächsten Tag die Stadt zeigt, beginnt eine zauberhafte Romanze. Als Joe plötzlich entdeckt, mit wem er da unterwegs ist und eine Story wittert… Oscars für Audrey Hepburn als „Beste Hauptdarstellerin“, Edith Head „Bestes Kostümdesign“ sowie Ian McLellan Hunter „Bestes Drehbuch“. „Charmante Unterhaltung, die durch leise Ironie und kultivierte Gestaltung gefällt.“ (Lexikon des internationalen Films) „Eine wunderbare Liebeskomödie, die bis heute nichts von ihrem Charme verloren hat. William Wyler gelang mit einer Idealbesetzung zweifellos einer der zauberhaftesten und schönsten Liebesfilme aller Zeiten.“ (prisma.de)

Der Spion, der aus der Kälte kam

Alec Leamas (Richard Burton) leitet das Büro des britischen Geheimdienstes in West-Berlin zur Zeit des Kalten Krieges. Nachdem sein letzter Agent enttarnt und getötet worden ist, will der Secret Service den dafür verantwortlichen ostdeutschen Abwehrchef der Gegenspionage Mundt (Peter van Eyck) außer Gefecht setzen. Dafür wird Leamas selbst zum Schein aus dem Dienst entlassen und als vom Leben enttäuschter Alkoholiker ein reizvoller Kandidat, vom Geheimdienst der Staatssicherheit angeworben zu werden… Als John le Carré die Romanvorlage schrieb, lebte er als vermeintlicher britischer Diplomat in Bonn, war aber aktiver Geheimagent des MI6. Zwischen Regisseur Martin Ritt und Richard Burton herrschte große Spannungen, weil Burton und seine Filmpartnerin Claire Bloom in den Fünfziger Jahren eine Affäre gehabt hatten. Burton wollte, dass seine Ehefrau Elizabeth Taylor Blooms Rolle bekommt. Ritt setzte Bloom durch, was Taylor insofern nicht auf sich sitzen ließ, als dass sie bei den Dreharbeiten omnipräsent war und dadurch Stimmung gegen Claire Bloom machte, der der Regisseur zur Seite sprang. Erster Film, in dem die Figur des "George Smiley" auftaucht. 2 Oscar-Nominierungen für Richard Burton (Beste männliche Hauptrolle) und für die „Beste Ausstattung“. Golden Globe für Oskar Werner als bester Nebendarsteller. „Spannende Unterhaltung mit überdurchschnittlichen Schauspielerleistungen.“ (Lexikon des internationalen Films) „Realistische und kompromisslos harte Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers, der den schmutzig-kalten Alltag von Agenten zwischen Ost und West schildert. Einer der ganz wenigen Spionage-Filme, die Format besitzen und ernst genommen werden können. Ab 16 empfehlenswert.“ (Evangelischer Film-Beobachter, Kritik Nr. 88/1966)

Gandhi

Als im Jahre 1888 der indische Rechtsanwalt Mahatma Gandhi (Ben Kingsley) auf einer Bahnreise nach Südafrika aufgrund seiner Hautfarbe aus dem Zug geworfen wird, beschließt er, sein Leben zu ändern. Um sich besser für die benachteiligten Inder in Südafrika einsetzen zu können, entwickelt er das Prinzip des gewaltlosen Widerstandes - und erreicht damit Gesetzesänderungen. Zurück in seiner Heimat beginnt er, ebenso gewaltlos gegen die britische Kolonialregierung um die Unabhängigkeit Indiens zu kämpfen. Scheinbar erfolgreich, bis sich aufgrund der Meinungsverschiedenheiten zwischen Hindus und Moslems ein neuer Konflikt anbahnt… Am 31. Januar 1981, dem 33. Jahrestag von Gandhis Begräbnis, entstand die Szene, in der Gandhi im Film „zu Grabe“ getragen wurde. Zur Zeit der Produktion war dies die Szene mit den meisten Statisten. Annähernd 300.000 Statisten wurden verpflichtet, knapp 200.000 davon Freiwillige. Der Rest, etwa 94.600 Personen, erhielt eine kleine Gage. Elf Kamerateams waren nötig, um die Aufnahmen zu dieser einzigen Szene zu drehen. Acht Oscars 1983 in den Kategorien "Bester Film" und "Beste Regie" (Richard Attenborough), "Bester Hauptdarsteller" (Ben Kingsley), "Bestes Originaldrehbuch" (John Briley), "Bestes Szenenbild" (Stuart Craig, Robert W. Laing, Michael Seirton), "Beste Kamera" (Billy Williams, Ronnie Taylor), "Bestes Kostümdesign" (John Mollo, Bhanu Athaiya) und "Bester Schnitt" (John Bloom) sowie drei weitere Nominierungen. Zudem gewann der Film (bei 16 Nominierungen) fünf British Film Awards. „Monumentale historische Filmbiografie über Mahatma Gandhi, die seinen Lebensweg in den wichtigsten Stationen in episch ruhiger Erzählweise und mit sorgfältiger historischer Rekonstruktion des Lokalkolorits detailgetreu aufbereitet. Vor allem dank der herausragenden darstellerischen Leistung Ben Kingsleys gelingt es dem Film, etwas von der Ausstrahlung Gandhis und seiner Ideale der Gewaltlosigkeit, der Würde des Menschen und des Friedens auf Erden zu vermitteln. Neben der visuellen Gestaltung macht auch die humanistische Weltsicht den Film zu einem Erlebnis.“ (Lexikon des Internationalen Films)

Wiegenlied für eine Leiche

Charlotte Hollis (Bette Davis), eine verwirrte alte Dame, lebt abgeschieden in ihrer großen Villa, lediglich betreut von ihrer Haushälterin Velma (Agnes Moorehead) und ihrem Arzt Drew Bayliss (Joseph Cotten). Seit Jahrzehnten erzählt man sich im Dorf, Charlotte habe einst ihren Verlobten grausam ermordet. Eines Tages erhält sie einen Räumungsbefehl: am Ort der Villa soll eine Brücke entstehen. Charlotte weigert sich und ruft ihre Cousine Miriam Deering (Olivia de Havilland) zu Hilfe. Von nun an geschehen mysteriöse Vorfälle im Haus, die Charlotte an den Rand des Wahnsinns treiben... Nach dem Überraschungserfolg von "Was geschah wirklich mit Baby Jane?" sollte Robert Aldrich erneut Joan Crawford neben Bette Davis inszenieren. Es heißt zum einen, dass Joan Crawford kurz nach Drehbeginn erkrankte und die Rolle nicht weiterspielen konnte. Andere Quellen berichten von Konflikten zwischen Bette Davis und ihr am Filmset und dem Vorwurf der Crawford, der Regisseur bevorzuge Bette Davis. Sieben Oscar-Nominierungen 1965 in den Kategorien Beste Nebendarstellerin (Agnes Moorehead), Künstlerische Leitung, Kamera, Kostüme, Filmschnitt, Filmmusik und für das Lied "Hush… Hush, Sweet Charlotte". „Harter, psychologisch verbrämter Thriller mit für die Entstehungszeit krassen Schauer- und Gruseleffekten.“ (Lexikon des internationalen Films) „Von Komplexen, Wahnvorstellungen und Rachegelüsten getriebene Kranke entfesseln ein an Anomalitäten reiches Spiel, das nur noch Abscheu hervorruft. Auch Erwachsenen abzuraten.“ (Evangelischer Filmbeobachter, 1965)

Es geschah in einer Nacht

Die verwöhnte Millionärstochter und unglückliche Erbin Ellie Andrews reißt aus ihrem goldenen Käfig in Miami aus und nimmt mittellos den Bus nach New York. Zufällig an Bord ist der hartgesottene Journalist Peter Warne, der sie erkennt und Potenzial für eine Story sieht. Ellie will nichts mit ihm zu tun haben, erkennt aber bald, dass sie mit seiner Hilfe ihr Ziel erreichen kann. Unterwegs raufen sie sich zusammen, teilen ein Zimmer, trampen, tricksen die Detektive ihres Vaters aus und verlieben sich. Töchterchen einer reichen Familie, hat Ellie die Nase voll und bricht auf nach New York. Auf dieser Busreise voller Abenteuer kommt sie dem Reporter Peter Warne immer näher, was aber beide nicht wahrhaben wollen. Fünf Oscars hat diese romantische Komödie erhalten, und Clark Gables Charme seitdem kein bisschen nachgelassen.

Das Wunder von Manhattan

Weil der Darsteller des Weihnachtsmannes betrunken ist, droht dem Kaufhaus Macy‘s in Manhattan eine wichtige den Umsatz steigernde Komponente zu fehlen. Glücklicherweise taucht der nette alte Kris Kringle (Edmund Gwenn) auf und übernimmt den Job mit Bravour. Allerdings versteht er nicht, dass jemand den Weihnachtsmann „spielen“ wollte. Wo er sich doch selbst dafür hält. Und daher kann er es auch nicht mitansehen, dass die Chefin von Macy (Maureen O’Hara) ihrer Tochter Susan (Natalie Wood) ausreden will, dass es einen Weihnachtsmann gibt… 3 Oscars 1948 in den Kategorien „Bester Nebendarsteller“ (Edmund Gwenn), „Bestes adaptiertes Drehbuch“ (George Seaton) und „Beste Originalgeschichte“ (Valentine Davies) sowie eine Nominierung als „Bester Film“. „Der erfrischendste […] Film seit langer Zeit und vielleicht die beste Komödie des Jahres.“ (Bosley Crowther, New York Times) „Ein liebenswürdiger Film um einen alten Herrn in der Rolle des Weihnachtsmanns. Warmherzige Liebe und das Hoffen auf das Wunder stehen gegen die kalte Welt des Profits, der Technik und der Warenhäuser.“ (Evangelischer Film-Beobachter)

Das verflixte 7. Jahr

Der Verlagskaufmann Richard Sherman (Tom Ewell) schickt Frau und Sohn in den Sommerurlaub aufs Land und ist voller Vorsätze, diese Zeit nicht für eine Affäre zu missbrauchen … bis ein sehr erotisches Werbemodel (Marilyn Monroe) in eine Wohnung im Obergeschoss einzieht. Als die außerordentliche Hitze Manhattans dazu führt, dass das Mädchen nachbarschaftliche Hilfe sucht, kommt Sherman schnell auf frivole Gedanken und postwendend in einen Gewissenskonflikt. Zumal sich das Mädchen bei ihm – einem verheirateten Mann - besonders ungefährdet fühlt… Tom Ewell hatte bereits am Broadway die Rolle des Sherman gespielt und dafür den Tony Award gewonnen. Golden Globe Award für Tom Ewell als "Bester Schauspieler". Und Marilyn Monroe wurde für den British Film Academy Award als "Beste Schauspielerin" nominiert. „Von Billy Wilder auf überaus witzig-persiflierende Art dargeboten. Glanzrolle für Marilyn Monroe.“ (Lexikon des Internationalen Films) „Miss Monroe bereichert den Film um eine besondere Persönlichkeit und ein gewisses physisches Etwas, was vielleicht nicht unbedingt den Vorstellungen des Autors der Vorlage entspricht, aber sicher etwas für sich hat. Von dem Moment an, in dem sie – in einem Kleid, das ihren wohlgeformten Körper umhüllt, als habe man sie kunstvoll hineingegossen – die Szene betritt, suggeriert der berühmte Filmstar mit dem silberblonden Haar und den unschuldigen großen Augen nur eines. Und diese Suggestion beherrscht so ziemlich den ganzen Film. Es ist – nun, warum es formulieren? Miss Monroe spielt eindeutig die Titelrolle.“ (Bosley Crowther: The New York Times)

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